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AuthentiDate durch die Regulierungsbehörde nach dem Signaturgesetz akkreditiert
Ratingen - Die Regulierungsbehörde (RegTP) hat der AuthentiDate International AG ( http://www.authentidate.de ) die offizielle Akkreditierung gemäß deutschem Signaturgesetz und europäischen Richtlinien erteilt. Die Integration der digitalen Signaturen liefert den rechtssicheren Nachweis des Inhalts einer Sendung zum Zeitpunkt der Signatur. In den Bereichen eMail-Kommunikation, elektronischer Rechnungs- und Vertragsversand, Forschungs- und Entwicklungsdokumentation, Web-Transaktionen B2B und B2C und Patentanmeldung ist die Authentizitätsgarantie für elektronische Dokumente von besonderer Bedeutung. Gleichzeitig mit der Akkreditierung stellt AuthentiDate eine Software-Technologie zur Verfügung, mit der die schnelle Erstellung von Zeitsignaturen möglich sein soll. Nutzer dieser Technologien sind dann in der Lage, eine große Zahl von digitalen Dokumenten ohne großen Zeitverzug zu signieren. (AM)
  
PROJECT CONSULT Kommentar:
Mit der offiziellen Akkreditierung ist AuthentiDate (zuletzt behandelt im Newsletter 20011002Newsletter 20011002)neben der Datev ( http://www.datev.de ), der Deutschen Telekom (TeleSec) ( http://www.telesec.de ) und der Deutschen Post (SignTrust) ( http://www.signtrust.de ) eines der wenigen Unternehmen in Deutschland, die die aufwendigen gesetzlichen Zertifizierungsverfahren nach dem aktuellen Signaturgesetz zur Zulassung mit eigenem Trust-Center erfolgreich abgeschlossen haben. Dabei ist diese so genannte freiwillige Akkreditierung keine Voraussetzung, um in Deutschland als Trustcenter auftreten zu können, sie unterstreicht lediglich die Umsetzung der hohen Sicherheitsanforderungen. Die neue Technologie zur Erstellung von Zeitsignaturen muss ein wenig differenzierter betrachtet werden. Schon alleine der Begriff Zeitsignatur ist dabei eine eigene Kreation. Mit diesem Modul soll es möglich sein, die Echtheit von Dokumenten zum Zeitpunkt des (eMail-)Versands nachweisen zu können. Eine zusätzliche Option ist die automatische Ausstattung mit einer elektronischen Signatur, die den Absender eindeutig identifiziert. Diese Lösung soll vor allem für den Massenversand von z. B. Rechnungen verwendet werden. Doch genau hier entsteht eine schwerwiegende Problematik: Eine elektronische Signatur kann nach Gesetz nicht von einem Prozess vergeben werden, sondern sie ist personengebunden. Die Massenversandproblematik kann so eigentlich nicht gelöst werden. Durch die automatische Ausstattung mit einer elektronischen Signatur kann die Authentizität des Absenders also nur vermutet, nicht aber bewiesen werden. Dagegen kann zumindest die Integrität des Inhalts zum Zeitpunkt des Versands durch die so genannte Zeitsignatur nachgewiesen werden. Ob diese Vorgehensweise zukünftig ausreichen wird, muss sich wohl erst durch Grundsatzurteile beweisen. Die Argumentationskette könnte aber ähnlich wie damals bei der Anerkennung von Faksimiles aussehen. (FvB)
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