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Kleindienst - neuer Standard in der Sparkassen-Finanzgruppe ?
Hannover - Die dvg ( http://www.dvg.de ) und Kleindienst ( http://www.kleindienst.de ) haben einen Rahmenvertrag über ihre Zusammenarbeit bei der Realisierung von Archivierungslösungen für die Institute der dvg-Kooperation unterzeichnet. Die rund 250 Institute der dvg-Kooperation können nun mit der Kleindienst-Lösung auch ein lokales Dokumentenarchiv einführen. (JU)
  
PROJECT CONSULT Kommentar:
In der Sparkassen-Finanzgruppe sind schon verschiedene Anläufe unternommen worden, um eine Vereinheitlichung von archivierten Dokumenten in elektronischen Dokumenten-Management- und Archivsystemen herbeizuführen (siehe auch den Beitrag in der Rubrik „Normen & Standards“ in dieser Ausgabe). Die Mitspieler der neuen Lösung sind die Easy AG ( http://www.easy.de ) mit ihrer Archivkomponente, die Kleindienst AG (zuletzt behandelt im Newsletter 20020327Newsletter 20020327) selbst als Integrator und die Henrichsen AG (http://www.henrichsen.de ) als Softwarelieferant. Neben dem neuen Rechenzentrumsverbund SI Sparkassen Informatik ist die dvg Hannover eines der wichtigsten Rechenzentren mit ca. 250 angeschlossenen Instituten, das die Chance hat, einen Standard zu etablieren. Positiv bei allen Lösungen ist zu vermerken, dass diese die einheitliche Nomenklatur der Sparkassen-Finanzgruppe, die vom DSGV ( http://www.dsgv.de ) als NomAD herausgegeben wird, unterstützen wollen. Die neue, mit dem Rahmenvertrag zwischen dvg und Kleindienst angebotene Lösung nennt sich EBS20. Der Vertrag soll neben Sonderkonditionen auch die Kompatibilität bei Weiterentwicklungen beinhalten und die Möglichkeit der späteren Verlagerung der lokalen Lösungen in das Rechenzentrum der dvg beinhalten. Die EBS20-Lösung soll auch neben den dvg Vorgaben die Spezifikationen des SIZ Informatikzentrum der Sparkassenorganisation ( http://www.siz.de ) erfüllen. Ob der Spagat zwischen diesen unterschiedlichen Anforderungen gelingt, wird sich zeigen (siehe hierzu auch den Newsletter 20020327). Besonders wäre zu prüfen, wie die Produkte von EASY die Spezifikationen des SIZ in Bezug auf Architektur, Dienstekonzept, Datenbanken, Informationsobjekte, Prüfsumme, Profile und Nomenklatur-Variablen erfüllen wollen. Die aktuellen Entwicklungen haben uns gelehrt, dass die Haltbarkeit von Standards höher zu bewerten ist, als die „Haltbarkeit“ von Produkten und Herstellern. Des weiteren gewährleistet die Migrationsfähigkeit durch Einhalten von Standards langfristige Verfügbarkeit und Investitionsschutz. Die Lösung EBS20 ist noch neu und erst an wenigen Stellen in der Sparkassen-Finanzgruppe im Betrieb - daher bleibt es abzuwarten, ob alle an die dvg angeschlossenen Institute auf den Zug aufspringen, oder weiterhin eigene Wege gehen. Auch andere Anbieter „stürzen“ sich derzeit auf die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe. Der Wettlauf zwischen den Anbietern, die sich derzeit bemühen die von CEYONIQ geschaffene Lücke zu schließen, wird sehr interessant werden. (JU)
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