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CEYONIQ ... aktuelle Entwicklungen
Bielefeld - Die Ceyoniq AG ( http://www.ceyoniq.de ) ist dabei, sich neu zu formieren. Die angeschlagene Softwarefirma hatte zuletzt Reden von sich gemacht, als die beiden Geschäftsführer wegen Insolvenzverschleppung und Veruntreuung in Untersuchungshaft genommen wurden. Der derzeitige Plan sieht vor, ein Rumpfunternehmen zu bilden, an dem sich wichtige Kunden der CEYONIQ direkt beteiligen. (JU)
  
PROJECT CONSULT Kommentar:
Auf den Internetseiten der Ceyoniq AG (zuletzt behandelt im Newsletter 20020305Newsletter 20020305) ist immer noch die Rede von 850 Mitarbeitern und einem flächendeckendem Niederlassungsnetz. Die Realität sieht anders aus. Von den restlichen 200 Mitarbeitern ist der größte Teil damit beschäftigt, sich neue Betätigungsfelder zu suchen. Viele Niederlassungen sind inzwischen geschlossen, ein Teil der laufenden Projekte ist bereits an Partnerunternehmen abgegeben worden. Es hat den Anschein, dass zwar der Vorstand nicht mehr da ist, aber deren „Philosophie,“ die zum Scheitern des Unternehmens führte, weitergelebt werden soll. Die zweite Liga, also die Mitarbeiter, die direkt dem Vorstand untergeordnet waren, versucht den Rest der Belegschaft zu motivieren, dass ein Neuanfang auf alten Pfaden möglich und sinnvoll ist. Es ist sogar davon die Rede, im Namen der neuen Company den Namen „Ceyoniq“ weiterhin beizubehalten, um eine „Wiedererkennung“ im Markt zu ermöglichen. Eines von drei Konzepten sieht vor, dass die eigenen Kunden zum Schutz der getätigten Investitionen die Firma aufkaufen sollen, in einem weiteren Konzept wird die Möglichkeit vorgesehen die Firma als Beteiligungsgesellschaft der eigenen Mitarbeiter zu führen. Weiterhin sollen dem Insolvenzverwalter Angebote für einzelne Produkte wie z. B. den Archivserver, den Scan-Client, etc. von Interessenten vorliegen. Diese Entwicklung verstärkt die Unsicherheit von (ehemaligen) Kunden enorm. Eine klassische Enterprise-Lösung, deren Einzelteile aus unterschiedlichen (Ceyoniq-)Produkten besteht, wird vielleicht in Zukunft von verschiedenen Firmen betreut und in unterschiedliche Richtungen weiterentwickelt. Erschwerend dazu ist die Entwicklung, dass Konkurrenzfirmen, die auf Ihre eigenen Systeme migrieren möchten, die Know-How-Träger von Ceyoniq entweder schon abgeworben haben, oder dabei sind. Es bleibt also spannend. (JU)
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