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Hummingbird kauft RedDot-Aktien auf
Oldenburg – Die Aktionäre der RedDot Solutions AG (http://www.reddot.de) haben eine Übernahmevereinbarung mit Hummingbird (http://www.hummingbird.com) unterzeichnet. Trotzdem soll RedDot Solutions unverändert als eigenständiges Unternehmen mit allen Mitarbeitern, der Organisationsstruktur, der Marke RedDot und seiner Produktlinie unter Leitung des Gründers und Vorstandsvorsitzenden Niels Metger bestehen bleiben. Hummingbird soll die strategische Integration von RedDot Content Management-Technologie in die skalierbaren Enterprise-Lösungen für Konzerne profitieren. RedDot erhofft sich durch die Intensivierung der seit über drei Jahren bestehenden Partnerschaft Zugang zu neuen Kundengruppen und Märkten in Asien und Süd-Amerika.  (FH)
  
PROJECT CONSULT Kommentar:
Es war schon eine Überraschung, die Ankündigung im Stadion auf Schalke, dass Hummingbird, zuletzt behandelt im Newsletter 20050309Newsletter 20050309, die RedDot AG, zuletzt behandelt im Newsletter 20040817Newsletter 20040817, übernimmt. Hummingbird war schon längere Zeit auf der Suche nach fehlenden Stücken im ECM-Puzzle. So wird RedDot nunmehr dem Hummingbird-Portfolio ein professionelle Web-Content-Management und Personalisierungsservices beisteuern. Aber wie sieht es in den anderen Bereichen aus? Hier sind Überschneidungen im Portfolio im Umfeld von Dokumenten-Management und Business-Process-Management nicht zu übersehen. Die mit XMS erst im vergangenen Jahr von RedDot geschaffene neue Produktlinie soll aber beibehalten werden. Direkt integriert in die Hummingbird ECM-Suite wird zunächst nur das Web-Content-Management LiveServer. Das Produktportfolio von RedDot einschließlch XMS soll weiterentwickelt werden. Die Trennung der Ausrichtung der Portfolios ist dabei so angedacht, dass man mit Hummingbird auf ECM in Großanwendungen und mit RedDot auf den Mittelstand zielt. So bleiben auch die Marke und das Unternehmen RedDot zunächst bestehen. Die RedDot AG verspricht sich ihrerseits gute Ergänzungen im Bereich des Records Management, das zunehmend nachgefragt wird. Besonders interessant ist aber für RedDot die Möglichkeit nunmehr ihre Lösungen weltweit über Hummingbird zu vermarkten. Bisher war man im Wesentlichen auf vier Länder beschränkt. Die Zusammenarbeit mit Hummingbird hat sich in Projekten bereits bewährt, so dass einige Interfaces zur Kombination der Produkte bereits vorhanden sind. Grundlegende gemeinsame Komponenten, wie z.B. ein einheitliches übergreifendes Repository für Informationsobjekte aus beiden Systemen, sind derzeit nicht geplant. Dies verstärkt den Eindruck, dass RedDot mit frischem Geld ausgestattet seinen eigenen Kurs innerhalb der Hummingbird-Gruppe weitersteuern kann. Da RedDot in den letzten zwei Jahren ein gutes Wachstum vorgelegt hat, dürfte die neuen kanadischen Besitzer freuen und damit den Handlungsspielraum von RedDot als eigenständiger Bereich, der direkt an das kanadische  Management berichtet, weit halten. Hummingbird hatte mit dem Ansatz den akquirierten Unternehmen viel Eigenständigkeit zu belassen bisher recht gute Erfolge. Wie weit jedoch der Spielraum ist, wird sich zeigen, wenn man die Entwicklung anderer Kooperationen von RedDot beobachtet. So gab es eine enge Zusammenarbeit z.B. mit der EASY AG zum Thema Archivierung. Ob solche Partnerschaften noch weiter sinnvoll erscheinen muss abgewartet werden. Außerdem darf man angesichts der synergetischen Hoffnungen und Erwartungen die kulturellen, organisatorischen, technischen und produktstrategischen Herausforderungen nicht zu gering einschätzen. Auch Hummingbird und RedDot mit ihren sehr unterschiedlichen Organisationen haben noch einen langen Weg zu einer einheitlich auftretenden Unternehmung vor sich. Immerhin wurde der Merger auf dem RedDot-Kundentag im Stadium und auch bei den RedDot-Mitarbeiten positiv aufgenommen. (Kff)
EMC Centera unterstützt virtuelle Speicherpools Schwalbach – Durch die Erweiterung von Centera um virtuelle Speicher-Pools und Replikationsmöglichkeiten will EMC (http://www.emc.com) Unternehmen ermöglichen, ihre abteilungs- und anwendungsspezifischen Datenarchive in einem zentralen System zu konsolidieren und weiterhin als unabhängige Einheiten zu behandeln. Dadurch soll die Flexibilität in der Nutzung von Centera sowie die Sicherheit der archivierten Daten steigen. Der Wert des Systems als zentrales Unternehmensarchiv kann so im Rahmen einer unternehmensweiten ILM-Strategie  für alle wichtigen Daten wie E-Mails, Dokumente und Bilder erhöht werden. (FH)
  
PROJECT CONSULT Kommentar:
EMC, zuletzt behandelt im Newsletter 20050531Newsletter 20050531, hat ihr Erfolgsprodukt Centera weiter ausgebaut. Dies war erforderlich, da inzwischen auch alle anderen Storage-Anbieter mit WORM-Festplattensystemen nachgezogen haben. Diese basieren zum Teil auf anderen Verfahren als die Centera, obwohl sich EMC mit dem CAS Content Addressed Storage Verfahren auch bei anderen Speichersystemanbietern positionieren konnte und es gern sähe, CAS als Standard zu etablieren. Mit der neuen Virtualisierung von Speicherbereichen kommt EMC einem wichtigen Desiderat des Marktes entgegen – der Organisation der Informationen in dem ansonsten intransparenten Speichersystem. Ein Problem von ILM Information Lifecycle Management ist, das die Information bisher nur nach chronologischen Gesichtspunkten oder Quellsystemen organisiert werden konnte. Für eine effiziente Verwaltung war daher immer eine ECM- oder DMS-Lösung erforderlich. Der nächste Schritt zur effektiveren Organisation der Information in der Centera ist schon angekündigt – eine direkte Nutzung der Metadaten der gespeicherten Objekte. Damit wird EMC seinen Vorsprung bei Festplattenarchivsystemen ausbauen können aber zugleich immer größere Überlappungen mit der Funktionalität von HSM-, ECM-, RM-, DMS- und Archivsoftware provozieren. Die Grenzen verschwinden und die Direktanbindung von Centera an Anwendungssysteme wird immer einfacher werden. Dies wird auch zu einem Paradigmenwechsel bei der Architektur von elektronischen Archivsystemen führen. (Kff)
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